Kommando

HBI

HBI Jürgen Weißmann
Kommandant/Pflichtbereichskommandant

 Weißmann jürgen

OBI

OBI Dipl.Ing(FH)Friedrich Stadlmayr
 Kommandant - Stv. 

 Stadlmayr Friedrich

BI

BI Günter Söllner
Lotsen und Nachrichtendienstkommandant

 Söllner Günther

BI

BI Markus Steindl
Zugskommandant 

 Steindl Markus

BI

 BI Rudolf Weißmann
Zugskommandant
 Weißmann Rudolf

BI

BI Norbert Holzinger
Zugskommandant FW-Flachberg 

 Holzinger Norbert

AW

AW Martin Mittermair
Schriftführer 

 Mittermair Martin

AW

AW Thomas Lüftinger
Kassier 

 Lüftinger Thomas

AW

AW Andreas Feichtinger
Gerätewart

 Feichtinger Andreas

AW

AW Peter Holzinger
Gerätewart FW-Flachberg

 Holzinger Peter
HBM HBM Matthias Weißmann
Jugendbetreuer
 Weißmann Matthias

Kommando

Stehend vlnr: Thomas Lüftinger, Andreas Feichtinger, Peter Holzinger, Martin Mittermair, Günther Söllner, Matthias Weißmann

Sitzend vlnr: Rudolf Weißmann, Friedrich Stadlmayr, Jürgen Weißmann, Markus Steindl, Norbert Holzinger

 

 

Fuhrpark

TLF-A 2000 LFB-A2
TLF-A LFB-A

Funkruf: Tank Gschwandt

MAN TGM 13.280

Bj. 2008

 2000 l Löschwassertank, 60 l Schaummittel in Kanister, 200 l Schaumtank, HD Pumpenanlage, Wasserwerfer, Schlauchmaterial, 3 Atemschutzgeräte, Erste Hilfekoffer, Defibrillator, Tauch- u. Wasserstrahlpumpe, Leiter, Schanzwerkzeug, Notstromaggregat 14 KVA, Lichtmast, 2 HD Schnellangriffseinrichtungen, 1 Schaum Schnellangriffseinrichtungen, usw.

Brandbekämpfung aller Art, Schneller Löschangriff mit Schaum, Pumparbeit, Atemschutzeinsatz, Technischer Einsatz, Brandschutz

Funkruf: Pumpe 1 Gschwandt

Steyr 10S18

Bj. 1992

Bergeschere und Spreizer, Notstromaggregat 8 KVA, TS 12 Fox 1, Schläuche, Schlauchcontainer 560 m, Motorsäge, Leiter, Lichtmast, Beleuchtung, 3 Atemschutzgeräte, Zubehör zur Menschenrettung, Seilwinde 50 KN, Tauchpumpe, Schaummittel, Schanzwerkzeug, Greifzug, Belüftungsgerät, Hebekissen, usw.

Technischer Einsatz aller Art, Menschenrettung, Atemschutzeinsatz, Brand-bekämpfung, Pumparbeit, Löschwasserförderung, Notstromversorgung, Beleuchtung

HEU KLF-A
Heu KLF-A

Funkruf: Heu 1 Gschwandt

VW LT-35

Bj.1996

Heuwehrbe- u. Entlüftungsgerät mit Zubehör, Beleuchtung

Stützpunktfahrzeug des Landesfeuerwehrkommandos für die Bezirke Gmunden, Wels- Land und Stadt

Funkruf: Pumpe 2 Gschwandt

Mercedes Sprinter

Bj. 2002

TS 15 Fox 3, Schläuche, Notstromaggregat 13 KVA, Lichtmast, Tauchpumpe, Leiter, Schanzwerkzeug, usw.

Brandbekämpfung, Löschwasserförderung, Pumparbeit, Notstromversorgung, Beleuchtung, Einsatzleitstelle

LF  
LF  

Funkruf: Pumpe 3 Gschwandt

Mercedes 508D

Bj. 1985

TS 12 Fox 2, Schläuche, Notstromaggregat 5 KVA, Tauchpumpe, Beleuchtung, Leiter, Schanzwerkzeug, usw.

Brandbekämpfung, Löschwasserförderung, Pumparbeit, Beleuchtung

 

Chronik

Die „Freiwillige Feuerwehr Gschwandt“, gegr. 1895

Als eine Körperschaft öffentlichen Rechts ist die Feuerwehr ein Teil der öffentlichen Einrichtung einer Gemeinde.

 Der Großbrand von 1879 und der Mangel an Wasser drängten zu einer eigenen Feuerwehr für Gschwandt, deren Gründung 1895 über die Bühne ging. Neben eher wenigen Landwirten beteiligten sich als erste Mitglieder der Pfarrer, der Ortskaufmann, der Bäcker und einer der Schmiede. Das Zeughaus entstand schon 1896 und eine Feuerwehrspritze wurde angekauft. Ihr folgte 1902 die Anschaffung einer Leiter und 1905 der Bau des Schlauchturmes, Standort war der Gemeindehauptort. 1915 zählte die aktive Mannschaft 31 Männer.

Nach dem ersten Weltkrieg bemühte sich der neue Oberlehrer um die Feuerwehr und man richtete 1920 eine eigene Rettungsabteilung ein (bis 1938 hatten die Feuerwehren das Krankentransportwesen zum Großteil zu tragen), die der Oberlehrer durch Sanitätskurse belebte. Durch den Wasserleitungsbau 1923/24 war es möglich geworden, einen eigenen Hydranten im Ortsgebiet aufzustellen und neue, lange Schläuche zu erwerben.

Chr2Eine große Errungenschaft stellte die erste Motorspritze dar, welche man 1929 in Braunau ankaufte. Mangels eines Zugfahrzeuges musste man sich zu ihrem Transport eines Pferdefuhrwagens bedienen. 1930 und 1932 wurden im Feuerwehrhaus Umbauten vorgenommen (Betonböden, Musikräume im neuen Stock). Laufende Kurse für die Sanitätsabteilung (1935-1937) besuchten Feuerwehrmänner aus Gschwandt und St. Konrad. Inzwischen (1929) gab es infolge der großen Entfernung zum Hauptort am Flachberg eine eigene Feuerwehr die man 1938 der Gemeindefeuerwehr eingliederte, sie besteht bis heute als eigene Feuerwache.

1938 endete das Vereinsverhältnis der beiden Feuerwehren, man meldete ihre Überführung in eine Gebietskörperschaft, das Rettungswesen Chr3übernahm das Rote Kreuz. 1939 sollten neue Löschwasserbecken gebaut werden und es kam zum Kauf einer Motorspritze für den Löschzug Flachberg. 1940 mussten die Löschteicherrichtungen auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Auch in den Kriegsjahren konnte sich durch Zuteilungen ein Mannschaftsstand von zirka 30 Personen halten.

Chr 03Die erste Zeit nach dem Krieg diente aber der Modernisierung der gesamten Feuerwehr. Eine Sirene (1951) ein eigenes Einsatzfahrzeug (1952), die Erweiterung der Zeugstätte (1952/53) und eine moderne Tragkraftspritze (1954) konnten bei der Hochwassersituation im Jahre 1954 hervorragende Dienste leisten, als die Laudach und der wasserlose Bach weit über die Ufer getreten waren und Häuser bedrohten.

Von 1960 bis 1985 war eine Zeit noch intensiverer Erneuerung der Feuerwehreinrichtungen. Ein Löschfahrzeug (1960), abermals Erweiterung des Zeughauses und ein Funkgerät (1963), Atemschutzgeräte (1964), ein Allradfahrzeug (1966), sowie das erste Tanklöschfahrzeug (1968), ein kleines Löschfahrzeug für die Feuerwache Flachberg (1974), Neubau des Feuerwehrhauses in den Jahren 1978-79, ein besseres Tanklöschfahrzeug (1982), sanierte Löschteiche (1982) und Meldeempfänger der Mannschaft zwecks Soforteinsatzes (1983) sind die Errungenschaften welche von der Gemeinde, aus Spenden und Veranstaltungen der Feuerwehr selbst finanziert werden könnten.Chr 04

Der Beginn der Jugendarbeit führt auf das Jahr 1973 zurück, die damals in Gschwandt als eine der ersten im Bezirk Gmunden aufgenommen wurde.

1985 besteht die FF Gschwandt aus 79 aktiven und 5 Reservisten.

 Anschaffung eines Bergegerätes mit Spreitzer und Schere 1988, sowie einer modernen hochleistungsfähigen Tragkraftspritze FOX. Erweiterung der Meldeempfänger, Atemschutzgeräte sowie der persönlichen Einsatzausrüstung.

Als eine der wichtigsten Investitionen dieser Zeit, kann die Anschaffung eines Löschfahrzeuges mit Bergeausrüstung und Allradantrieb (1992) betrachtet werden, welches von Land, Gemeinde, aus Spenden und Veranstaltungen der Feuerwehr finanziert werden konnte, um den gestiegen Anforderungen im technischen Dienst gerecht zu werden.

Im Jahr des 100jährigen Gründungsfestes (1995) stehen 89 aktive und 11 Reservisten bereit für die Allgemeinheit um im Katastrophenfall der öffentlichen Sicherheit zu dienen. Anlässlich dieses Jubiläums, wurde auch der Abschnittsbewerb von der Ortsfeuerwehr ausgerichtet.

In den Jahren 1989 bis 2002 beteiligt sich eine Gruppe, unter der Leitung des Kommandanten, sehr erfolgreich an Leistungsbewerben in fast allen Österreichischen Bundesländern, sowie in Südtirol.

Diese Gruppe war es auch, die 2002 zur neu geschaffenen technischen Hilfeleistungsprüfung erfolgreich antrat. 1 Jahr später folgten 2 weitere Gruppen.

KLF-AEin weiterer Schritt in der Modernisierung des Fuhrparks wurde 2002 mit der Auslieferung eines Kleinlöschfahrzeuges mit Allradantrieb, sowie 2003 mit dem Ankauf einer neuen Tragkraftspritze und einem modernen Notstromaggregat, gesetzt.

Im Wahljahr 2003 wurden mehrere Funktionen, darunter auch der Kommandant, neu besetzt.

2004 fand eine technische Leistungsprüfung in der Stufe 2 in Gschwandt statt.

Die Jugendgruppe wurde aufgrund guter Leistungen zu einem internationalen Bewerb ins Burgenland eingeladen.

Die Installierung eines neuen Warn und Alarmsystems in der Landeswarnzentrale in Linz, machte im Jahr 2005 auch die Umstellung aller Feuerwehren und somit auch in Gschwandt auf ein Digitales System notwendig. 40 neue Rufempfänger wurden angeschafft.

Das neue digitale System bietet Möglichkeiten, die dem derzeitigen Stand der Technik entsprechen.

Anlässlich des Jubiläumsjahres 2005 (110 Jahre) fanden, die Abschnittstagung in der Merzweckhalle, sowie der Abschnittsbewerb im Sportzentrum, in Gschwandt, statt. In beiden Wertungen konnten Spitzenplätze von den eigenen Gruppen erreicht werden.

Eine große Herausforderung stellte der Hochwassereinsatz vom 30. Mai dar. Dabei standen im Gemeindegebiet mehr als 140 Mann aus 7 Feuerwehren im Einsatz.

Als Konsequenz dieser Überflutungen wurden noch im selben Jahr ein Schlammpumpsauger und eine leistungsfähige Tauchpumpe angeschafft.

Der Mannschaftsstand beträgt im Jubiläumsjahr 2005:                                                                  

  • 14 Jungfeuerwehrmänner
  • 102 aktive Mitglieder
  • 10 Reservisten

                                                                                                                                                                              

Die Auffälligkeit von immer schlimmer werdenden Naturkatastrophen, zeigt sich seit beginn des 21. Jahrhunderts, fast jedes Jahr.

Der Anfang des Jahres 2006 war geprägt von viel Schneefall, wobei die Hilfeleistung der FF auch im inneren Salzkammergut, zum Abschaufeln der Dächer, vonnöten war.

Zum normalen Einsatzgeschehen in diesem Jahr zählen  LKW- Bergungen, die Hilfeleistung nach Sportflugzeugabsturz, sowie die Löschwasserförderung bei einem Waldbrand im inneren Salzkammergut.

2 Gruppen unterzogen sich der Prüfung „Technische Hilfeleistung“ in der Stufe 2. Der erforderliche Austausch der Atemschutzgeräte, konnte mit 3 neuen Geräten 2006 abgeschlossen werden. Die technische Ausrüstung wurde mit einem hydraulischen Zylinder aufgerüstet.

Die Serie von Unwettern findet mit dem Orkan „Kyrill“ am Anfang des Jahres 2007 seine Fortsetzung, der in der Nacht vom 18. auf den 19. Jänner nicht nur in unserem Gemeindegebiet eine Spur der Verwüstung hinterließ. Insgesamt mussten 34 Einsätze bewältigt werden.

Das übliche Bild bei den Einsätzen: Verkehrsunfälle, LKW- Bergung, Brand nach Blitzschlag, Flugzeugabsturz und besonders viele Wespen und Hornissen in diesem Jahr.

6 Mann der Feuerwehr unterzogen sich der neuen Leistungsprüfung „Atemschutz“.

Die OÖ Feuerwehrjugend unterstützt das schwarze Kreuz seit den 70er Jahren immer wieder bei der Kriegsgräberpflege im Ausland. 2 Gschwandtner Jungfeuerwehrmänner durften dabei in diesem Jahr bei einem 10 tägigen Aufenthalt in Polen mitwirken.

Die Verkehrsregelung ist schon seit jeher ein heikles Thema in der Feuerwehr, da es kaum rechtliche Sicherheit gab. 11 Mann der Wehr unterzogen sich einer speziellen Schulung über die STVO, und wurden als Straßenaufsichtsorgane von der BH Gmunden vereidigt.

Am 1. März 2008 war es der Orkan „Emma“, der im Gemeindegebiet wütete und somit ein Großschadensereignis auslöste. Mehrere Hundert Stunden mussten von den Kameraden zur Hilfeleistung aufgewendet werden.

Um die Jugend noch besser auf den Feuerwehralltag vorzubereiten, wurde das Jugendleistungsabzeichen in Gold ins Leben gerufen. 6 Jungmänner unterzogen sich in diesem Jahr der Prüfung.

Da sich die Bauweise von Kraftfahrzeugen aufgrund der Insassensicherheit stark verbessert hat, musste nach 20 Jahren der Hydraulische Rettungssatz (Schere und Spreitzer) durch ein leistungsfähigeres Gerät ersetzt werden.

Bei der Kommandowahl im Jahr 2008 gab es keine nennenswerte Veränderung.

Der Mannschaftsstand beträgt: 111 Aktive 13 Jungfeuerwehrmänner und 14 Reservisten.

Im Herbst desselben Jahres konnte das neue TLFA (Tanklöschfahrzeug mit Allradantrieb) ausgeliefert werden, und ersetzt seither das alte TLF Trupp aus dem Jahr 1982. BILD2155

Die Finanzierung des Fahrzeuges erfolgte aus Mitteln des Landesfeuerwehrfonds, des Landes Oberösterreichs, der Gemeinde und der Feuerwehr.

Die bis Dato wichtigste Investition in unserer Wehr beinhaltet umfassende Technik und Ausrüstung, um aus heutiger Sicht bestmöglich anstehende Brandeinsatz-Szenarien bewältigen zu können.

2010 konnte durch kleinere Umbauarbeiten in der Zeugstätte eine Verbesserung erreicht werden.

Im selben Jahr absolvierten 21 Mann die technische Leistungsprüfung in Gold.

Da sich die Ausbildung teilweise von der Landesfeuerwehrschule zu den Feuerwehren verlagert, wurde im darauf folgenden Jahr 2011 eine Maschinistenausbildung in der Wehr durchgeführt an der 27 Mann teilnahmen.

Eine aus dem Jahre 1974 stammende VW Tragkraftspritze wurde 2012 durch ein neues Leistungsfähiges Gerät Typ Fox 3 ersetzt.

Die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Gschwandt

1895 – 1899     Josef Wacholder                          1952 – 1962    Karl Wampl

1899 - 1922      Franz Brunnthaler                         1962 – 1975    Josef Hummer

1922 – 1944     Anton Neuwirth                             1975 – 1988    Franz Hufnagl

1944 – 1945     Anton Hessenberger                    1988 – 2003     Franz Wampl

1945 – 1952     Franz Holzinger                             2003 - 2013     Johann Wampl

seit 2013 Jürgen Weißmann

Karl Wampl Josef Hummer
Wampl Karl Hummer Josef
   
Franz Hufnagl Franz Wampl
Hufnagel Franz Wampl Franz
   
Johann Wampl Jürgen Weißmann
Wampl Johann Weißmann Jürgen

Heuwehr

Stützpunkt für den Bezirk Gmunden

Einsatzgebiet: Bezirk Gmunden, Wels-Land und Wels

Feuchte, nicht optimal getrocknete Heuernten, können bei ungünstiger Lagerung, infolge chemischer Reaktionen im Heustock, sich auf 120°C erhitzen. Die Folge ist dann eine Selbstentzündung des Heustockes, welcher schließlich auf die Lagerhalle übergreift.

Entstehende Großschäden können bei sorgfältiger Beobachtung der Heuernte vermieden werden. Grundsätzlich sollte der Landwirt die eingebrachte Heuernte sorgfältig prüfen. Ein scharfer, siloähnlicher Geruch ist ein dringendes Warnsignal.

Weiters sollten die örtlichen Feuerwehren den Landwirten bei der Beobachtungen des Erntegutes zur Seite stehen. Flächendeckende Messaktionen im gesamten Pflichtbereich sind sinnvoll. Mit Heumesssonden, welche bei den örtlichen Feuerwehren gelagert sind, ist die Heustocktemperatur zu messen.

HeuAb einer Heustocktemparatur von 70°C ist der Landwirt verpflichtet, die Feuerwehr zu BILD3863alarmieren. Nach entsprechender Vorbereitung des objektbezogenen, örtlichen Brandschutzes durch die örtliche Feuerwehr wird von der Heuwehr der Brand im Heustock lokalisiert.

Nun beginnt die eigentliche Abkühlphase des Heustockes. Mittels der Absauglanzen, welche in den erhitzen Heustock gerammt wurden, wird nun die heiße Luft abgesaugt. Ein zeitaufwendiger Vorgang, welcher von ständigen Kontrollmessungen begleitet ist. Ist die Heustocktemparatur im gesamten Heustock auf 35°C gesenkt, beginnt die Kühlphase des Heustockes. Anstatt durch Absaugung, wird nun der Heustock mit Frischluft auf ca. 25 °C abgekühlt. Diese Absaugung ist jedoch nur möglich, wenn noch kein Brand, sondern nur eine Überhitzung des Heustockes vorliegt.

Bei einer Heustocktemparatur von 100°C und/oder bei einem sichtbaren Funkenflug wird die Absaugung sofort eingestellt. Die Absauglanzen werden dann zur Flutung des Heustockes verwendet.

Heuwehrstützpunkte in OÖ

 heuwehrkarte

Tipps für die richtige Lagerung von Rauhfutter:

Auch Pressballenstapel können sich selbst entzünden. Dr. Arno Schrader, Ingenieurbüro für landwirtschaftlichen Brandschutz Paulinenaue, und Dr. Manfred Fechner, Lehr‑ und Versuchsanstalt für Grünland und Futterwirtschaft Paulinenaue, informieren über die ordnungsgemäße Lagerung von Halmgut. (...)

Nur durch eine ordnungsgemäße Kontrolle der Heustapel ist eine sichere Lagerung möglich. Nachfolgend werden Hinweise für eine qualitäts- und brandschutzgerechte Lagerung des Heues gegeben:

1. Das Heu darf erst gepresst beziehungsweise eingefahren werden, wenn es absolut lagerfähig ist, das heißt, die Feuchte des Gutes soll nicht mehr als 16 Prozent betragen. Die Halme/Stengel der Gräser und Kräuter müssen sich brechen lassen und die Blätter müssen leicht zerbröseln; dickere Halme dürfen im Innern keine frische, grüne Substanz mehr enthalten.

2. Die Pressballenstapel sind so anzulegen, dass jeder Punkt des Stapels mit einer Heumesssonde erreicht werden kann. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die einzelnen Stapel nicht höher und nicht breiter als 4 m sind. In der Länge der Stapel gibt es keine Begrenzung. Die zwischen den Stapeln liegenden Gassen dienen der Kontrolle. Außerdem kann bei 

leichten Erhitzungen die Wärme besser abgeführt werden. Auf ein korrektes Aufstapeln der Ballen sollte größter Wert gelegt werden. Allzu oft ist es durch abstürzende Ballen schon zu Unfällen gekommen.

3. Vom Tage der Einlagerung an ist mindestens drei Monate lang die Temperatur der Heustapel zu kontrollieren. Die Messhäufigkeit geht aus der Tabelle hervor. Wenn bei den täglichen beziehungsweise wöchentlichen Kontrollen Temperaturen über 40 bis 50°C festgestellt werden, so sind im Bereich dieser Messstelle gezielte Messungen vorzunehmen und alle 12 Stunden zu wiederholen. Bei Temperaturen über 50 bis 60°C sind im Bereich der Messstelle gezielte Temperaturmessungen zum Einkreisen des Erhitzungsherdes durchzuführen und alle sechs Stunden zu wiederholen.

Steigt an einer Stelle des Heustapels die Temperatur über 60°C und/oder wird spezifischer Brand- oder Röstgeruch wahrgenommen, dann ist die Feuerwehr zu Rate zu ziehen beziehungsweise zu alarmieren. Stark erhitzte Partien oder Ballen sind nur im Beisein der löschbereiten Feuerwehr freizulegen und aus der Scheune zu bringen.

4. Für eine sichere und rationelle Temperaturkontrolle sind nach Möglichkeit elektronische Heumesssonden zu verwenden, deren Preise. derzeit zwischen 150 und 350 Euro liegen. Viele Feuerversicherungen bezuschussen den Kauf solcher Messsonden.

5. Alle Temperaturmesswerte sind mit der Angabe des Datums, der Messstelle und der Messtiefe in ein Nachweisheft einzutragen. Es ist vorteilhaft, von, jedem Heustapel eine Skizze anzufertigen. Das Nachweisheft beziehungsweise der Heumesskalender dient in erster Linie dazu, dass bei einem eventuellen Brand gegenüber der Untersuchungsbehörde und der Feuerversicherung der Nachweis der Temperaturkontrolle erbracht werden kann. Das Nachweisheft darf nicht im Heubergeraum aufbewahrt werden.

6. In Deutschland hat jedes Bundesland ein eigenes Brandschutzgesetz. So ist beispielsweise in Bayern und Schleswig‑Holstein die Temperaturmessung im Heu ausdrücklich vorgeschrieben. Hier kann die Unterlassung der Temperaturkontrolle bei nachgewiesener Selbstentzündung strafrechtlich als fahrlässige Brandstiftung verfolgt werden.

Text: FF Geiersberg

 

 

Aktuelle Unwetterwarnungen für Österreich

LFK